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  • Alexander Diethelm & Alisa Diethelm

Wie Gassi-Geh-Services in Deutschland um die Vorherrschaft kämpfen

Immer mehr Hunde werden fremdbetreut. Das US-Portal Rover hat mit der Übernahme von Dogbuddy sein Revier erweitert und will nun den deutschen Markt erobern.


Düsseldorf Die Deutschen sind auf den Hund gekommen. Lebten 2005 noch fünf Millionen Fiffis in deutschen Haushalten, sind es 2017 bereits 9,2 Millionen. Dies ermittelte der Industrieverband Heimtierbedarf und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe. Erstaunlich, aber wahr: Damit leben hierzulande fast so viele Hunde wie Kinder unter 14 Jahren, deren Zahl mit elf Millionen kaum gewachsen ist.

Doch während Kinder mit den Jahren immer selbstständiger werden, bleiben Vierbeiner sehr betreuungsintensiv. Der Bedarf an Hundesittern ist inzwischen ähnlich groß wie der an Kitas und Babysittern. Denn die Zeiten sind vorbei, in denen sich die Hausfrau daheim um Kinder, Küche und Kläffer kümmerte. „Immer mehr Menschen sind berufstätig, unternehmen Fernreisen und brauchen deshalb regelmäßige Betreuung für ihren Hund“, bestätigt Udo Kopernik, Vorstand des Verbands für das deutsche Hundewesen.

Brachte man früher den Familienhund zur Betreuung zum Nachbarn oder in Hundepensionen wie das „Wuffotel“ oder die „Schnauzidenz“, so eröffnet das Internet ganz neue Möglichkeiten. In den USA ist eine regelrechte Industrie entstanden, die Hundesitter online vermittelt. Eins der weltweit größten Online-Portale für Hundesitter ist Rover aus Seattle. Insgesamt vier Millionen Hundehalter sind dort registriert. Alle vier Sekunden buchen sie dort einen der 200.000 geprüften Hundesitter und Gassi-Geher.

Nun ist Rover auch in Deutschland aktiv. Denn kürzlich übernahmen die Amerikaner für eine ungenannte Summe den europäischen Marktführer Dogbuddy. Das britische Hundesitter-Portal, 2013 gegründet von Richard Setterwall, ist mit 25.000 Hundesittern in acht Ländern tätig, darunter auch in Deutschland. „Die Übernahme beschleunigt unsere internationalen Wachstumspläne und unterstreicht die weltweite Position von Rover als Marktführer im Bereich der Hundebetreuung“, sagt Rover-Chef Aaron Easterly dem Handelsblatt. Europa sei mit 70 Millionen Haushalten, in denen Hunde leben, der zweitgrößte Markt nach den USA





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