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  • Alexander Diethelm & Alisa Diethelm

Katzen zusammenführen – die besten Tipps und Tricks

Von tierisch wohnen Team

Gemütlich mit Herrchen oder Frauchen auf dem bequemen Sofa kuscheln, ausdauernd gekrault und mit Leckerlis verwöhnt werden – für die meisten Katzen klingt das wahrscheinlich nach einem perfekten Abend mit ihrem Besitzer. Doch was wird aus der schönen Zweisamkeit, wenn eine weitere Katze einzieht? Hier findest du die besten Tipps und Tricks, wie sich Katzen optimal zusammenführen lassen.


Verhalten verstehen, Rangordnung akzeptieren

Du möchtest zwei oder mehrere Katzen zusammenführen? Dann solltest du die Gruppendynamik, die sich im Lauf der Zeit entwickeln wird, beobachten. Meist ist die Samtpfote, die schon länger im Haus lebt, nicht wirklich begeistert über den Neuzugang und beantwortet den Einzug mit aggressivem Fauchen oder sogar Beißen. Ebenso kann es passieren, dass sie stattdessen ängstlich reagiert und das neu hinzugekommene Tier aggressiv auftritt.

Wichtig: Auch wenn es schwerfällt, solltest du dich in diese kleinen Kämpfe nicht einmischen – vorausgesetzt, es wird nicht zu heftig.

Zudem solltest du darauf achten, beide Tiere gerecht zu behandeln und keinem den Vorzug zu gewähren. Ein bevorzugendes Verhalten erschwert es, die Katzen zusammenzuführen und könnte die Angriffshaltung beider Seiten verstärken. In einem Mehrkatzenhaushalt entsteht von selbst eine Rangordnung unter den Tieren, innerhalb derer sich die Katzen mit der Zeit ihre Position erarbeiten. Ist die Rangordnung erst einmal gefunden und halten sich die Katzen daran, steht einem friedlichen Zusammenleben nichts mehr im Weg.


Räumliche Trennung zum Start: ja oder nein?

Wie die erste Begegnung der beiden Miezen vonstattengehen wird, solltest du in jedem Fall vorher gründlich durchplanen. Hier findest du einen Artikel zu den verschiedenen Schritten und Phasen der Zusammenführung von Katzen. Generell gilt: Ein erstes Zusammentreffen der neuen und der alteingesessenen Katze wird wahrscheinlich ein äußerst turbulentes Erlebnis. Für den neuen Mitbewohner ist alles fremd und angsteinflößend. Daher ist es meist besser, die neue Samtpfote zunächst in einem separaten Raum unterzubringen. Eine eigene Decke, das liebste Spielzeug oder das Körbchen mit dem Geruch ihrer ehemaligen Heimat schafft Vertrauen und macht den Einstieg leichter. Nach 1-3 Tagen solltest du anfangen, beide Katzen mit dem Geruch der jeweils anderen zu konfrontieren. So erhalten die Tiere die Möglichkeit, sich daran zu gewöhnen. Ist diese Hürde gemeistert, steht der ersten Begegnung nichts mehr im Weg. Achte darauf, dass du die Tiere nicht zu lange räumlich trennst. Dadurch könnten sich nämlich feste territoriale Ansprüche bei den Katzen entwickeln, die später eventuell zu Problemen führen.

Du hast kein separates Zimmer und möchtest die Katzen ohne Trennung zusammenführen? Gerade in kleinen Wohnungen ist eine räumliche Trennung oft nicht möglich. Versuche trotzdem, den Tieren durch einen Raumteiler, Vorhang oder voneinander entfernte Spielecken die Zusammenführung zu erleichtern. Auch die Katzentoiletten, Näpfe und Kuschelecken solltest du nicht am gleichen Ort aufstellen.

Katzen zusammenführen in neuer Wohnung

Du möchtest zwei oder mehr Katzen in einer neuen Wohnung zusammenführen? Prinzipiell ist das eine tolle Sache, da das neue Domizil für alle Tiere noch fremd ist und sich alle gleichermaßen neu einleben müssen. Um die Eingewöhnung zu erleichtern, sollte im besten Fall jedes Tier sein gewohntes Körbchen, die geliebte Kuscheldecke oder Ähnliches behalten dürfen. Das neue Territorium riecht anfänglich fremd genug, da bieten solche Gegenstände Sicherheit. Falls die Raumaufteilung passt, solltest du möglichst alle Transportboxen zeitgleich in die Wohnung bringen und gleichzeitig öffnen. Stelle jeder einzelnen Fellnase aber frei, wann sie die Box verlassen möchte.

Wichtig: Genauso wie wir Menschen nicht alles teilen möchten, mögen Katzen das auch nicht gerne. Stelle also sicher, dass jedes Tier eine eigene Katzentoilette, Näpfe, Körbchen, Decken und Spielzeug hat. Somit lässt sich Eifersucht beim Zusammenführen in einer neuen Wohnung leicht vermeiden.



Bevor das Abenteuer startet: Ab zum Tierarzt!

Egal wie viele Samtpfoten du zusammenführst: Den Gang zum Tierarzt solltest du in der Vorbereitung nicht auslassen. Der Arzt kann nicht nur die Gesundheit der Tiere checken, er kann dich auch zum Thema Kastration beraten. Generell ist es sinnvoll, die Fellnasen zuvor kastrieren zu lassen. Nach der Geschlechtsreife können vor allem Kater ihren weiblichen Artgenossen gegenüber sehr aufdringlich werden. Das kann zu Stress, Streitigkeiten und natürlich auch zu Nachwuchs führen. Zum Thema Stress: Um diesen für alle Samtpfoten zu minimieren, helfen künstliche Pheromone. Erhältlich sind diese in Form von Pheromon-Steckern und -sprays. Auch eine Bachblüten-Kur kann unterstützend wirken und gerade die kleinsten Mitglieder des künftigen Rudels beruhigen.

Zu guter Letzt: Die Zusammenführung von Fellnasen ist eine aufregende und oft anstrengende Phase für die Tiere, aber auch für dich als Halter. Wichtig ist, dass du deinen Katzen beim Zusammenführen genügend Zeit gewährst und geduldig bleibst. In kleinen Schritten werden sie sich immer mehr aneinander gewöhnen und bald als unzertrennliches Team ihr gemeinsames Zuhause auf den Kopf stellen.



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